Aktuell:

©THOMAS_BECK

Produktion: TAK Theater Liechtenstein, Deutsches Nationaltheater Weimar und Les Théâtre de la Ville de Luxembourg; Autoren: Daniel Batliner (Liechtenstein), Clàudia Cedó (Spanien), Vedrana Klepica (Kroatien), Guy Helminger (Luxemburg), Dirk Laucke (Deutschland), Rebecca C. Schnyder (Schweiz), Csaba Székely (Rumänien), Andra Teede (Estland) – Deutsch von Kerstin Daiber und Miriam Denger; Regie: Katrin Hilbe, Rafael David Kohn; Ausstattung: Alexander Grüner; Dramaturgie: Beate Seidel, Jan Sellke; Besetzung: Thomas Beck, Krunoslav Šebrek, Christiani Wetter, Anna Windmüller

URAUFFÜHRUNG

IDENTITÄT EUROPA

ACHT MONOLOGE VON ACHT AUTOR*INNEN AUS ACHT LÄNDERN

Ein Regisseur bekommt kurz vor einer Premiere einen Anruf, in dem ein Schauspieler seine Rolle zurückgibt; ein weisser Darsteller könne heute keine schwarze Figur mehr spielen. Warum Minderheiten in der Gesellschaft nicht abgebildet werden, wird er gefragt. Eine Frau weist einen Heiratsantrag zurück, sie sei die Falsche für ein Leben in engen dörflichen Lebensstrukturen, die Lebensperspektiven hätten sich verändert. Ein Familienvater erzählt seinem Sohn, der einen Aufsatz über die DDR schreiben muss, vom Leben im früheren Ostdeutschland, von Wertschätzung und Repression, von Solidarität und Miteinander. Eine junge rumänische Frau bekennt sich zu ihren ungarischen Wurzeln und verlässt ihre Familie. Ausserdem hadert Helvetia mit ihrem Hochzeitstermin und Europa erwacht verkatert nach einer langen Zeit des Feierns und stellt fest, dass alle ihre Liebhaber verschwunden sind und nur ihren Müll zurückgelassen haben.

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Acht Autorinnen und Autoren aus acht europäischen Ländern schreiben Texte über Europa heute. Welchen Blick werfen Künstlerinnen und Künstler auf den Kontinent? Welche Perspektiven entstehen aus ihren Texten? Ausgehend von der Frage nach der Existenz einer europäischen Identität und dem subjektiven Blick der Dramatiker auf das Leben auf dem Kontinent entsteht in einer internationalen Koproduktion aus drei Theatern ein Parforceritt durch Europa – von Nord nach Süd, von Ost nach West, von innerhalb nach ausserhalb der EU. Die Fragen nach dem Stand der Emanzipation, nach dem Umgang mit und der gesellschaftlichen Einbindung von Minderheiten, nach dem politischen Stillstand, dem Umgang mit Geschichte und dem Verhalten von Staaten zueinander werden in den Texten aufgeworfen und mit kraftvollen Figuren auf die Bühne gebracht.

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Die Inszenierung entsteht in gemeinsamer Konzeption von Bühnenkünstler/innen aller drei beteiligten Länder. Aus Liechtenstein sind die Schauspieler Thomas Beck und Christiani Wetter zu sehen, die die in New York lebende liechtensteinische Regisseurin Katrin Hilbe inszenieren wird. Ihnen zur Seite stehen Rafael David Kohn, Regisseur aus Luxemburg und Krunoslav Šebrek und Anna Windmüller aus dem Ensemble des Deutschen Nationaltheaters Weimar.

VORSTELLUNGEN IN SCHAAN (LIECHTENSTEIN)

WANN:

Samstag 14. September 2019 um 19.30 Uhr (Uraufführung)

Freitag, 27. September 2019 und Samstag, 23. November 2019 jeweils um 19.30 Uhr 

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WO:

TAK Theater Liechtenstein, Reberastrasse 10-12, 9494 Schaan, Liechtenstein

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VORVERKAUF:

 

Sobald der Vorverkauf eröffnet ist, wird dies auch auf dieser Website bekannt gegeben.

VORSTELLUNGEN IN WEIMAR (DEUTSCHLAND)

WANN:

Donnerstag, 3. Oktober 2019 um 18 Uhr und Dienstag, 15. Oktober 2019 um 20 Uhr 

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WO:

Deutsches Nationaltheater, Studiobühne, Theaterplatz 2, 99423 Weimar, Deutschland

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VORVERKAUF:

 

Internet:

VORSTELLUNGEN IN LUXEMBOURG (LUXEMBURG)

WANN:

Donnerstag, 7. Mai 2020 und Freitag, 8. Mai 2020 jeweils um 20 Uhr

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WO:

Théâtre des Capucins, 9 Place du Théâtre, 2613 Luxembourg, Luxemburg 

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VORVERKAUF:

 

Internet:

©TAK THEATER LIECHTENSTEIN

Produktion: TAK Theater Liechtenstein;

Regie: Tim Kramer; Spiel: Thomas Beck, Boglàrka Horvàth; Ausstattung: Gernot Sommerfeld

GASTSPIEL IN ST. GALLEN

HEILIG ABEND

VON DANIEL KEHLMANN

24. Dezember. Es ist halb elf. Eine Frau wird verhört. Sie weiss angeblich nicht, warum. Man hat sie auf dem Weg zu ihren Eltern aus einem Taxi geholt und zur Polizeistation gebracht. Der Mann weiss offensichtlich alles über sie. Über ihrPrivatleben, wen sie wann und wo getroffen hat und welche Texte sie auf ihrem Laptop tippte. Er behauptet auch zu wissen, dass sie für Mitternacht einen terroristischen Anschlag geplant hat. 90 Minuten bleiben ihm, um diesen Anschlagmit allen Mitteln zu verhindern. Doch sie bleibt felsenfest bei ihrer Aussage, mit der Sache nichts zu tun zu haben. Die Indizien sprechen sowohl dafür als auch dagegen, schliesslich ist sie eine Philosophieprofessorin, die in ihren Seminaren mitunter intellektuell fundiert Widerstand gegen die Gesellschaft einfordert. Und nun beginnt die Frau, ihr Gegenüber mit gezielten Fragen aus dem Konzept zu bringen. Die Zeit schreitet voran. Es ist Viertel vor elf.

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Der Autor Daniel Kehlmann reduziert in «Heilig Abend» das Theater auf seine Grundsubstanz: Zwei Menschen, ein Konflikt, eine Gefahr. Und der Wettlauf gegen die Zeit: die unerbittlich voranschreitende Uhr bestimmt die Dramaturgie des Thrillers.

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Die Debatte um Edward Snowden inspirierte Daniel Kehlmann, das Dilemma von individueller Freiheit und Sicherheit für die Bühne zu bearbeiten: Spätestens seit Snowden ist die Debatte darüber allgegenwärtig, wieviel Überwachung notwendig und in welchen Formen Systemkritik berechtigt ist. Wann schlägt das eine in Staatsterror, das andere in Terrorismus um?

WANN:

Mittwoch, 18. September 2019, Freitag, 20. September 2019 und Samstag, 21. September 2019 jeweils um 20 Uhr

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WO:

Kellerbühne (Das St. Galler Kleintheater), St. Georgen-Str. 3, 9000 St. Gallen, Schweiz

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VORVERKAUF:

 

Karten können ab dem 18. August 2019 reserviert werden